Tribal

WIR ERINNERN UNS

Nelson Mandela | © Guy Tillim

Aus dem südlichen Afrika sei des Weiteren an Lucky Dube erinnert. Drei Mal war der große Reggae Star aus Südafrika in Würzburg. Er gab mit seinem Song „Different Colours - One People“ auch die Vorlage für das allgegenwärtige Festival-Motto. Leider wurde er am 18. Oktober 2007 im Alter von nur 41 Jahren unter nie geklärten Umständen auf offener Straße in Johannesburg erschossen. Hugh Masekela, der auch aus Südafrika stammte, begeisterte in den Jahren 2000, 2008 und 2016 die Herzen des Festivalpublikums. Er wurde mit dem „Lifetime Achievement Award 2016“ des Africa Festivals ausgezeichnet. Aus dem Nachbarland Simbabwe waren zwei große, junge und auch politisch aktive, Künstler mehrmals zu Gast: Andy Brown, ein viel versprechender Gitarrist, und seine zeitweilige Lebenspartnerin Chiwoniso Maraire, die die Kunst des Mbira Spielens hervorragend beherrschte. Er verstarb nach kurzer Krankheit unmittelbar nach Vollendung seines 50. Lebensjahrs, sie tragischerweise, mit nur 37 Jahren. Aus dem Kongo sei an den „König der Kongolesischen Rumba“ erinnert, Papa Wemba! Viermal trat er in Würzburg auf, zuletzt beim 23. Africa Festival 2011. Mit seinen ergreifenden Auftritten spielte er sich nicht nur in die Herzen seiner kongolesischen Fans. Mit Lobi Traoré, bekannt für sein psychedelisch anmutendes Gitarrenspiel, war 1996 ein großer Mali-Blues Gitarrist zu erleben und 2007, beim 19. Africa Festival, mit Andy Palacio der Held der Garifuna Musik aus Belize. Auch sie beide sind leider von uns gegangen, aber waren auf unseren Bühnen Beweise für die Vielfalt, die die afrikanische Musik uns zu bieten hat. Wir danken allen, dass wir an ihrer Musik und ihrem Wissen teilhaben konnten und werden ihr Erbe und ihre Botschaften hier beim Africa Festival weiter leben lassen.

Achtung: Dies ist das Rahmenprogramm für 2018.
Für 2019 werden die Programmpunkte demnächst veröffentlicht.


An dieser Stelle sei noch einmal an all die Menschen erinnert, die das Africa Festival entscheidend mitgeprägt haben, aber leider nicht mehr unter uns weilen. Natürlich gilt unsere erste Erwähnung dem außergewöhnlichen Menschen Nelson Mandela. Er wurde zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas 1994 gewählt und das Africa Festival konnte schon ein Jahr später beim 7. Africa Festival die interessante Ausstellung „Ezakwantu-Perlenarbeiten vom Eastern Cape“ zeigen. Ihre Präsentation in Würzburg war der erste kulturelle Austausch zwischen der neuen Regierung Mandela und Europa. Für das Festival übermittelte Nelson Mandela auch seine persönlichen Grußworte. 1996 übertrug das Auswärtige Amt die musikalische Gestaltung des Staatsempfangs für Nelson Mandela bei seinem ersten Besuch in der Bundesrepublik an die Organisatoren des Africa Festivals. Zur großen Überraschung des Präsidenten erwarteten ihn im Park von Schloß Brühl heimatliche Klänge von Miriam Makeba. Wir sind froh diesen Mann getroffen zu haben - ohne ihn wäre das neue Südafrika nicht möglich gewesen! 2018 wäre er 100 Jahre alt geworden.


Natürlich ist da auch Miriam Makeba „Mama Africa“, die große Ikone der afrikanischen Musik zu nennen. Fünf Mal konnte man Teil ihrer unvergesslichen Konzerte im Festivalzelt sein. Zuerst 1996 beim 8. Africa Festival und zuletzt 2006 beim 18. Africa Festival, als sie hier in Würzburg ihr letztes offizielles Konzert zu ihrem Abschied von den großen Konzertbühnen gab. Ihre Enkelin Zenzi Makeba Lee hatte an diesem Tag zuvor unter den Augen ihrer Großmutter ihren ersten großen Auftritt, und zum Finale von Mazi's Konzert erwiesen ihr Angeliqué Kidjo und Lokua Kanza auf der Bühne noch einmal ihre Ehrerbietung und ihren Respekt. Vor 10 Jahren, am 10. November 2008 verstarb die große Sängerin aus Südafrika.

Miriam Makeba live beim 8. Internationalen Africa Festival | © Bugs Steffen
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