Tribal

PODIUMSDISKUSSION

AFRO DEUTSCHLAND

BEING BLACK AND GERMAN

Podiumsdiskussion am 03.06.2018, 11 Uhr im Havana Club

Moderation: Sarah Bergh

Etwa eine Million schwarze Menschen leben heute in Deutschland – in einer weiß dominierten Gesellschaft. Die Podiumsdiskussion greift das Thema auf und hat vier beeindruckende Menschen eingeladen, die nicht nur über ihren persönlich erlebten Rassismus reden, sondern viel mehr darüber Auskunft geben, wie sie sich mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement beteiligt haben, dass diskriminierende und rassistische Strukturen in Deutschland aufgedeckt und überwunden werden.
 
 
Als Einführung zu dem Thema läuft am Samstagabend, den 2. Juni 2018 um 20:30 Uhr im ARTE Kinozelt der Dokumentarfilm „Afro.Deutschland”.  "Afro.Deutschland" ist eine Dokumentation der Deutschen Welle.

 
Folgende Personen nehmen an der Podiumsdiskussion am Sonntag, den 3. Juni 2018, um 11:00 Uhr im Havana Club teil.

 
Raphael Dernbach (ISD Mitarbeiter, München)
Raphael Dernbach, Studium der Wirtschaftswissenschaften in München, Mitautor zweier Bücher (Spiegelblicke), wohnt mit seinen zwei Kindern in München und engagiert sich seit 30 Jahren in der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V.“ (ISD), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Interessen schwarzer Menschen in Deutschland zu vertreten.
© Raphael Dernbach

Jermain Raffington (Moderator und Basketballspieler, Berlin)
Nach einem zweijährigen Studienaufenthalt in den Vereinigten Staaten wurde Raffington, Sohn einer deutschen Mutter und eines jamaikanischen Vaters, 2007 Basketball Profi in Deutschland. Seit Beendigung seiner Karriere ist er Producer und Moderator bei VICE Media in Berlin. In seiner eigenständig produzierten und moderierten Web-Serie schwarzrotgold.tv, beschäftigt sich Jermain mit dem Leben und den Erfahrungen von Schwarzen Deutschen.
© Jermain Raffington
Jana Pareigis (ZDF-Moderatorin, Berlin)
Jana Pareigis ist TV-Moderatorin des ZDF Morgenmagazins sowie freie Reporterin. Zudem ist sie Autorin und Regisseurin der TV-Dokumentation „Afro.Deutschland“, in der sie über ihre Erfahrungen als schwarzer Mensch in Deutschland erzählt. Jana Pareigis studierte Politikwissenschaften und Afrika-Studien in Hamburg, New York und Berlin und absolvierte dann ein journalistisches Volontariat bei der Deutschen Welle.
© Maurice Weiss
 
 

 

 

 

 

 
 
 
 
Tiranke Diallo (Mama Afrika e.V., Berlin)
Tiranke Diallo kommt gebürtig aus Guinea, sie ist Vorstandsvorsitzende vom Verein Mama Afrika e. V. und FGM-Referentin. Ihre Mutter, die den Verein gegründet hat, war selbst Opfer der weiblichen Genitalverstümmelung. Tiranke Diallo ist in Frankreich geboren und in Deutschland aufgewachsen. Sie ist gelernte Bürokauffrau und hat jahrelang im Personalwesen gearbeitet und sie sieht sich als schwarze Deutsche.
 
© Tiranke Diallo

DISKUSSION ZUR AFRIKAPOLITIK DES AUSWÄRTIGEN AMTES

Sarah Bergh | © Bugs Steffen
Botschafter Georg Schmidt

Der Regionalbeauftragte für Subsahara-Afrika und Sahel, Botschafter Georg Schmidt wird im Gespräch mit Sarah Bergh zu aktuellen Fragen der deutschen Afrika-Politik Stellung nehmen. Die Besucher des Festivals haben dann die Gelegenheit sich mit Fragen und Kommentaren an der anschließenden Diskussion zu beteiligen.

 

Georg Schmidt wurde 1963 in Freiburg, Deutschland, geboren. Er studierte Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Sinologie und trat 1995 in den Auswärtigen Dienst ein, wo er unter anderem in der deutschen Botschaft Mali tätig war. Von 2006 bis 2010 war er für Bundespräsident Horst Köhlers Initiative „Partnerschaft mit Afrika“ tätig. Unter zwei weiteren Bundespräsidenten, Christian Wulff und Joachim Gauck, setzte er die Leitung des Referats für Asien, Australien, Afrika und Entwicklungszusammenarbeit fort. 2014 kehrte er in das Auswärtige Amt zurück und ist seitdem als Regionalbeauftragter für Subsahara-Afrika und Sahel tätig.

 

Sarah Bergh studierte Pädagogik, Psychologie und Theaterwissenschaften. Sie hat über zehn Jahre selbständig in ihrem Büro für Kunst- und Kulturprojekte gearbeitet. Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die politische Bildungsarbeit, insbesondere die Themen Migrationspädagogik, Diskriminierung und Rassismus. Seit 2015 ist sie am Pädagogischen Institut der Stadt München tätig. Bereits seit dem 19. Africa Festival moderiert sie die Veranstaltung.

Tiranké und Souleymane Diallo von „Mama Afrika“ vor dem Transparent des Africa Festivals
gegen Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen in Afrika. | © Bugs Steffen
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