34. Africa Festival – Rahmenprogramm

Hier finden Sie Informationen rund um das reichhaltige Rahmenprogramm des 34. Internationalen Africa Festivals.


Fashion made in Africa

Neue Offene Bühne, täglich 12:45 und SA-MO 18:30 Uhr

Foto: © Bugs Steffen

Die Modeschöpferin Rama Diaw aus Saint Louis (Senegal) entwirft seit einigen Jahren moderne afrikanische Mode und Accessoires und verwendet hierbei einheimische Techniken und Materialen wie Batik und Indigostoffe. Alle Materialen, die sie verwendet, werden im Senegal, Mauretanien und Mali eingekauft. Aus ihrer Leidenschaft für Mode ist die Vereinigung „Aissaitou“ entstanden, die benachteiligte Schneiderinnen, Näherinnen und Stofffärberinnen auf dem Lande zusammenbringt und für Arbeit sorgt. Zur Unterstützung dieses Projektes stellt Afro Project wieder ein kostenloses Zelt mit Laufsteg zur Verfügung und organisiert eine Modenschau mit den Kreationen von Madame Rama. 

Durch die Kombination von afrikanischem Wax (einem modernen Material) und Rabal (einem traditionellen Stoff) verbindet Diaw die Einfachheit der Formen und die Robustheit des Materials miteinander. Senegalesische und afrikanische Frauen sind feinsinnig und beharrlich. Mit ihrer neuen Modenschau „PERSEVERANCE” (Beharrlichkeit) will Madame Rama den Stellenwert der afrikanischen Frauen in der Gesellschaft betonen. 

Die Modenschau vor dem Zelt von Madame Rama findet täglich um 12:45 Uhr sowie Samstag, Sonntag und Montag um 18:30 Uhr statt.


Kinderprogramm

Kari-buni Watoto – Willkommen Kinder! täglich 12:00 – 18:00 Uhr

Foto: © Mario Gerth

Kari-buni Watoto – Willkommen Kinder! – so heißt der eigene Kinderbereich, in dem es ein reichhaltiges Spielangebot und Beschäftigungen für Kinder jeden Alters geben wird. Fernab vom Festivalrummel können Eltern und Großeltern ihren Kindern beim Spielen zuschauen. Der Kinderbereich steht unseren großen und kleinen BesucherInnen kostenlos zur Verfügung.

Ibu Geschichtenerzähler – Neue Offene Bühne, täglich 13:15 Uhr

Foto: © Bugs Steffen

Das Kinderprogramm ist ein fester Bestandteil des Africa Festivals. Der Autor und Musiker Ibrahima Ndiaye aus dem Senegal versteht es einzigartig sein junges Publikum mit einer Mischung aus traditioneller Erzählkunst, Pantomime, Perkussion, Tanz und Gesang zu begeistern. Diesmal erzählt er wieder Geschichten aus Afrika von heute und gestern für morgen. Mit dabei sind Erzählungen und schwarze Weisheiten seiner Großmutter für Groß und Klein.

Nikis kindermusik – Neue Offene Bühne, SA – MO 15:30 Uhr

Foto: © NIKIS Kindermusik

Während des ersten Lockdowns im März 2020 kam dem Musiker und Familienvater Dominik Haas die Idee, Lieder für Kinder zu schreiben, die wegen der Pandemie zu Hause bleiben mussten. So entstand das Projekt NIKIS Kindermusik und im Laufe des Jahres 2021 ein Kindermusikalbum und einige Musikvideos, für die NIKI selber die Puppen entworfen und gebastelt hat, u.a für das Video zu dem Zahnputzlied „Schrubbi Doo“, dass seit seiner Veröffentlichung im Januar 2022 bereits über 250.000 mal auf YouTube angesehen wurde. NIKIS Lieder sind Weltmusik Pop, der angenehm unaufdringlich klingt, gute Stimmung verbreitet und stets zum Mitsingen einlädt.


Akrobatik und Straßenparade

FR – SO 15:00 Uhr

Foto: © Bugs Steffen

Die ghanaische Akrobatik- und Musikgruppe wird Freitag, Samstag und Sonntag um 15:00 Uhr eine Straßenparade mit einer atemberaubenden Vorstellung präsentieren. Sie werden über das Festivalgelände gehen und alle jungen BesucherInnen rechtzeitig zum Kinderprogramm mitnehmen.


Basar und Kulinarisches

Täglich 11:00 bis 23:00 Uhr

Foto: © Mario Gerth

Der Basar mit 60 Ständen hat wieder einiges zu bieten: u. a. afrikanische Musikinstrumente und CDs mit traditioneller und moderner afrikanischer Musik. Zudem sorgen außergewöhnliche Kleider und Stoffe, Schmuck sowie Skulpturen, traditionelle Masken, Kunst- und Gebrauchsgegenstände für Begeisterung. Um sich kulinarisch verwöhnen lassen zu können, hält der Essensbereich von Freitag – Montag (11:00 – 23:00 Uhr) afrikanische und orientalische Köstlichkeiten für Sie bereit. In diesem Jahr können Sie unter anderem Speisen aus dem Senegal, Äthiopien, Marokko, Jamaica und Kamerun genießen.


Foto: © Mama Afrika e. V.

„Stiftung Africa Festival“ & Mama Afrika e.V.

Mama Afrika ist ein gemeinnützig anerkannter deutsch-afrikanischer Verein. Hauptziel des Vereins ist der Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. In den letzten Jahren war es dem Verein möglich einen Kindergarten in Cancan (Guinea) fertig zu stellen. Dies ist in Guinea besonders wichtig, da leider 90 % der Frauen genitalverstümmelt sind. Das nächste Ziel war die Gründung einer Schule, in der unter anderem die Eltern und auch die Kinder über die Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung aufgeklärt werden. 

Die Schule ist inzwischen mit der Unterstützung der „Stiftung Africa Festival“ fertig gestellt worden. Die Stiftung bedankt sich bei dem international anerkannten und mehrfach ausgezeichneten Architekten Francis Kéré aus Burkina Faso, der die Pläne für die Schule kostenlos zu Verfügung gestellt hat.


Foto: © Mario Gerth

Original Ausstellungsfotos zu erwerben!

Auch in diesem Jahr sind noch Fotos aus den vielfältigen und spannenden Ausstellungen des Internationalen Africa Festivals für einen guten Zweck zu erwerben. Alle Fotos werden im Eingangsbereich des Festivals ausgestellt und können bei Interesse sofort mitgenommen werden. Die großformatigen Fotos sind entweder gerahmt oder auf Alu Dipond aufgezogen und liegen preislich bei einem Einzelbild zwischen 150,– und 250,– Euro. Bei Interesse melden Sie sich bitte am Informationsstand. Der Erlös geht an die „Stiftung Africa Festival“die bisher die Musikschule „Amadu Bansang Jobarteh“ in Gambia und die Schule von „Mama Afrika“ in Guinea unterstützt hat. Beide Schulprojekte wurden von zwei engagierten Afrikanerinnen gegründet, die wir schon lange kennen. Dies ist eine Grundlage dafür, dass die beiden Projekte bis jetzt so erfolgreich sind. Die Stiftung hat diese beiden Schulen in Westafrika ausgewählt und gefördert, da Bildung in Afrika die beste Waffe gegen Unwissenheit, Intoleranz und Armut ist.


Universität Würzburg

Universitätszelt, täglich 11:00 – 18:00 Uhr

Demnächst weitere Informationen.


Soziale und innovative Projekte

Platz der Initiativen, täglich 11:00 – 18:00 Uhr

Das 34. Internationale Africa Festival wird wieder soziale und innovative Projekte sowie Printmedien präsentieren. Weitere Informationen demnächst.

EinDollarBrille

Foto: © EinDollarBrille

Millionen von Menschen leiden unter einer behebbaren Fehlsichtigkeit, können sich aber keine Brille leisten. Die Organisation EinDollarBrille hat die Lösung: eine leichte, stabile und kostengünstige Brille, die von lokalen Fachkräften auf einer einfachen Biegemaschine hergestellt wird. Das Ziel: eine kontinuierliche und unabhängige augenoptische Grundversorgung in Entwicklungsländern. In Afrika ist die Organisation in Malawi, Burkina Faso und Kenia vertreten.

Erden Project

Foto: © Erden Project

Mit jedem gekauften Armband, verspricht Anthony Gschwender, Gründer des Projekts, werden zehn Mangrovenbäume in Afrika gepflanzt, realisiert durch Partnerorganisationen vor Ort. Das ästhetische Bändchen hat es in sich, verbessert das Weltklima, schafft neue Lebensräume für Tiere und lässt Arbeitsplätze für die ansässige Bevölkerung entstehen. Beim Kauf erhält man zusätzlich einen QR-Code, den man aufbewahren sollte, da der innovative 27-Jährige eine App in Planung hat, mit der es unter anderem möglich sein wird, die Bäume zu lokalisieren.

Ombili

Foto: © Manfred Matthies

Eine der ältesten Volksgruppen der Menschheit, die SAN – auch Buschleute genannt – ist ihrer Wurzeln und ihres natürlichen Lebensraumes beraubt, in größter Gefahr, ihre kulturelle und soziale Identität zu verlieren. Seit es Menschen in Afrika gibt, leben sie als Jäger und Sammler. Sie waren nie sesshaft aber immer friedfertig und so leichte Opfer von Vertreibung und Missachtung. Nur der behutsame Versuch ihnen zu helfen sich die Grundlagen eines sesshaften Lebens zu erschließen und ihre Kinder an Bildung heran zu führen, ermöglicht den SAN ihre Kultur und ihre Tradition zu bewahren. Dieser Aufgabe widmet sich die OMBILI-Stiftung in der Nähe von Tsumeb.


ARTE Open Air Kino

ARTE FILMPROGRAMM @ Africa Festival 2023, täglich ab 20:30 Uhr

Auch in diesem Jahr ist der Kultursender ARTE wieder Partner des 34. Internationalen Africa Festivals und zeigt im ARTE Open Air Kino auf dem Festivalgelände Filme zu Musik und Kultur des schwarzen Kontinents. Derzeit arbeiten wir noch daran, die schönsten Filme für Sie zusammenzustellen und die eine oder andere Premiere mit Gästen zu organisieren. Soviel können wir schon verraten: Ein Schwerpunkt wird dabei auf Südafrika und Mode aus Afrika liegen. Das Programm finden Sie Anfang 2023 hier.

Programmänderungen jederzeit vorbehalten!


Fotoausstellung: NELSON MANDELA – Impressionen eines bewegten Lebens

Universität Würzburg, 12. Mai – 29. Juli 2023

Foto: © Jürgen Schadeberg

Anlässlich des 10-jährigen Todestages präsentiert das Internationale Africa Festival noch einmal Fotos aus dem Leben dieses außergewöhnlichen Mannes – in Südafrika liebevoll Madiba genannt – der dafür gesorgt hat, dass der Übergang der Regierung der Apartheid zu einer demokratischen Gesellschaft gelang.

Die Ausstellung zeigt Fotos des international bekannten Fotografen Jürgen Schadeberg, der leider 2020 verstorben ist. Die Ausstellung ist auch eine Hommage an seine Arbeit.

Niemand hat die Fotogeschichte Südafrikas stärker geprägt als Jürgen Schadeberg, der in jungen Jahren aus Deutschland auswanderte. 1950 wanderte er nach Südafrika aus und wurde Cheffotograf, Bildredakteur und leitender Grafiker beim Magazin “Drum“. Er wurde zum Mentor zweier Generationen schwarzer Fotografen. Er war schon in Townships zu Hause, als sich kaum ein Weißer für das Leben dort interessierte. Damit half er dem schwarzen Südafrika, sich nicht nur äußerlich zu befreien – sondern durch die Besinnung auf die eigenen Wurzeln wieder Würde zu erlangen. Seine Bilder spiegeln den Widerstandswillen gegen die Apartheid und zugleich Lebensfreude. Die Kraft seiner Bilder ist ungebrochen.

Bereits 2008 zeigte das Africa Festival mit großem Erfolg seine Ausstellung “Black and white fifties in South Africa” und 2016 die Ausstellung “Mandela – 6 Jahrzehnte”.

„Wie geht es dir junger Mann? Bist du noch nicht in Rente?“ dieses Geplänkel gab es jedes Mal mit Madiba, wenn wir uns trafen. Als ich mich zum Mittagessen mit meiner Frau und Mandela traf, fragte er mich immer, warum ich einen alten Mann besuche, wenn ich Wichtigeres zu tun habe. Diese Bescheidenheit und Zurückhaltung gepaart mit einer Prise Humor und einem unerschütterlichen Moralkodex ist der Mandela-Mix, der die Welt verzaubert und erobert hat. Madiba ist ein Vorbild für alle – er zeigt auf, wie wichtig für die Menschen ist, Menschlichkeit und moralisches Handeln über den Materialismus zu stellen. (Jürgen Schadeberg)

Die Ausstellung findet vom 12. Mai – 29. Juli 2023 im Foyer der Universität Würzburg, Sanderring 2, 97070 Würzburg,