Tribal

AWARD 2001-2007

https://web.archive.org/web/20151007055432im_/http://www.africafestival.org/mediapool/h_award.gif

Das Africa Festival verleiht jedes Jahr den Africa Festival Award (AFA) an Musiker und Künstler, die sich durch ihr besonderes Talent auszeichnen. Darüber hinaus wird der Award an Institutionen oder Personen verliehen, die sich in besonderer Weise für Afrika engagieren. Der Award wird während der offiziellen Eröffnung des Festivals verliehen.

ade
 
Beim Africa Festival 2007 wurde der deutsch-nigerianische Sänger und Musiker Ade Bantu mit dem Festival Award ausgezeichnet. Damit wurde sein großer Einsatz im Kampf gegen den täglichen Rassismus in Deutschland gewürdigt. In seinem Projekt „Brothers Keepers“ fordern Bantu und seine musikalischen Kollegen die Diskriminierung zu beenden. Ausgezeichnet wurde mit dem Preis auch der Film „Yes I Am“, in dem Ade Bantu eine der Hauptrollen spielt. Hier berichten drei afrodeutsche Musiker von ihrem Leben, ihrem Alltag und in ihren Erfahrungen in Deutschland. Zuletzt hat Ade Bantu mit einer Resolution, in der ein Ende des Sexismus und Rassismus im deutschen Hip Hop gefordert werden, auf sich aufmerksam gemacht.
award_angeliaue
Angelique Kidjo
award_lokua
Lokua Kanza
award_manudibango
Manu Dibango
award_haraldganns
Harald Ganns

Den ersten Africa Festival Award erhielt 2006 eine Sängerin, die mit ihren fulminanten Auftritten schon Tausende von Zuschauern beim Africa Festival im wahrsten Sinn des Wortes von den Stühlen gerissen hat. Sie verkörpert das, was von Beginn an das Anliegen des Festivals war und noch immer ist, nämlich jungen Künstlern eine Basis für eine spätere große Karriere zu bieten. Angelique Kidjo gastierte erstmals 1992 beim vierten Africa Festival als junge nahezu unbekannte Sängerin in Würzburg. Heute kennt man sie in der ganzen Welt. Sie ist eine wahre Botschafterin Afrikas und beglückt Menschen in aller Welt mit ihrer unübertroffenen Stimme und ihrer herausragenden Bühnenpräsenz.

Ein Mann, der mit seiner wunderbaren Stimme immer wieder seine Zuhörer verzückt, ist dem Africa Festival ebenfalls seit vielen Jahren verbunden und ein immer wieder gerne gesehener Gast. Auch er gastierte an den Mainwiesen zum ersten Mal, als er noch ein Geheimtipp war. Er sang sich erstmals beim sechsten Africa Festival 1994 in die Herzen der Zuhörer. Seine Songs uns seine Stimme sind unnachahmlich und er sucht immer wieder nach neuen Wegen, wie er seine Lieder den zuhörern nahe bringen kann. Dafür erhielt Lokua Kanza aus der Republik Kongo 2006 einen Festival Award.

Seine tiefe Stimme uns sein typisches Saxophonspiel graben sich für immer in den Ohren ein. Wer Manu Dibango einmal gehört hat, wird ihn nicht mehr vergessen. Er gehört zu den Pionieren des Afro-Jazz und hat 1994 mit Wakafrika eines der wichtigsten Alben mit afrikanischer Musik in den Lezten jahren veröffentlicht. Sein Markenzeichen ist der „Soul Makossa“. Manu Dibango ist einer der Pioniere, die die Musik Afrikas in alle Welt getragen haben. Für sein musikalisches Lebenswerk erhielt er den Award.

Das Africa Festival lebt zwar von der Musik, aber damit die Musik überhaupt hier spielen kann, sind viele Menschen hinter den Kulissen tätig. Wenn im Jahr 2006 Botschafter aus 33 afrikanischen Ländern zu sehen waren, wenn Musiker spielten, die kurz vor dem Festival noch kein Visum hatten, dann ist dafür ein Mann verantwortlich, der dem Festival seit vielen Jahren eng verbunden sit. Er war Botschafter in mehreren afrikanischen Ländern, Afrika-Beauftragter der Bundesregierung und seit er pensioniert ist, ist er „hauptberuflich“ unser „Protokollchef“. Harald Ganns war mehr als eimal der Retter in der Not und dafür haben wir ihm mit einem Africa Festival Award gedankt.

award_steps
award_boubacar

Im Jahr 2005 gab es wieder 3 Preise.

Der erste Preis ging an den außergewöhnlichen Musiker Boubacar Traore. Seine Stimme erklang schon in den 60 Jahren zur Zeiten der Unabhängigkeit im Radio von Mali. Er ist bis heute seiner Musik treu geblieben und er erhält den Africa Festival Award für sein musikalisches Lebenswerk.

Der zweite Preis ging an Thabiso Motsusi und Moalosi Thabane aus Südafrika. Die beiden Aidsinfizierten Jugendliche haben sich, trotz ihrer Krankheit, für die Aidsaufklärung ihres Landes eingesetzt. Sie sind mit den Anti-Aids Filmen von „Steps for the Future “ vor allem in ländliche Gebiete gereist, wo sie die Bevölkerung zur Aidsprävention motiviert haben.

Der dritte Preis wurde den Mitglieder des gemeinnützigen Vereins "Afro Projekt" überreicht. Die Mitarbeiter haben sich seit 17 Jahren in ihrer Freizeit für das Internationale Africa Festival, dem größten Festival für afrikanische Musik und Kultur in Europa, engagiert.

ward_malinord
award_makeba

Der Anti-Aidsinitiave "Steps for the Future" aus Kapstadt wurde 2004 der Africa Festival Award für ihr großes Engagement bei der Aidsprävention in Südafrika verliehen. Mithilfe von Filmen versuchen sie, vor allem in ländlichen Regionen, die Bevölkerung des südlichen Afrikas aufzuklären. Ein weiterer Preis ging an Miriam Makeba aus Südafrika. Sie bekam den Preis nicht nur für ihre außergewöhnliche Stimme und ihre große musikalische Karriere, sondern auch für ihr Engagement gegen die Apartheit in Südafrika.


Den dritten Preis bekamen 7 Mitarbeiter des Mali Nord Projektes der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit GTZ für ihr Engagement beim Kampf gegen den Hunger und ihr Ringen für den Frieden. Der Norden von Mali wurde von zwei Dürrekatastrophen heimgesucht. Da versprochene Hilfslieferungen nicht ankamen, rebellierten die Tuareg und es kam zu jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen mit vielen Toten. Das Mali Nord Projekt hat bei der Wiederherstellung des Friedens eine wichtige Rolle gespielt.

award_durou

 

2003 erhielt der Photograph Jean Marc Durou den Africa Festival Award für seine brillianten Photographien der Sahara und der Tuaregs. Einen weiteren Preis bekamen die Mitarbeiter der Tuaregorganisation Efes aus Mali für die Organisation des "Festivals in der Wüste". Das Festival findet unter schwierigen organisatorischen und logistischen Bedingungen mitten in der Wüste statt.

award_seydou
award_omou

Der Africa Festival Award 2002 ging an den Sänger Seydu aus Sierra Leone für sein Album "Diamond Tears". Er hat das Album den Kindern seiner Heimat gewidmet, die zwischen 1991 und 1995 Opfer des "Diamantenkrieges" wurden. Den zweiten Preis bekam die senegalesische Modedesignerin Oumou Sy für Ihre außergewöhnlichen Kreationen und ihr Engagement für die Mode in Afrika.

award_daara_j

 

Der Preis wurde erstmalig 2001 an die senegalesiche Musikgruppe Daara-J verliehen. Die Rapper Lord Alaji Man, Faada Freddy und N’Dongo D beeindrucken durch ihr musikalisches Talent und ihre dynamischen Auftritte.

v