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ARTE KINOZELT

Der Kultursender ARTE ist Partner des 29. Africa Festivals und zeigt im ARTE Kinozelt ein vielfältiges Programm mit Filmen zu Mali und Senegal. Täglich bieten eine Kurzdokumentation und ein Kinofilm Einblicke in die Kultur, Musik und Traditionen der beiden westafrikanischen Länder.

   SENEGAL: LIEBE ZWISCHEN KASTEN

Die soziale Ordnung im Senegal ist stark von einem jahrhundertealten Kastensystem geprägt. Den jungen Menschen fällt es zunehmend schwerer, ihr Leben von diesen starren Regeln bestimmen zu lassen. So zum Beispiel auch Khady, die zur Kaste der Griot-Musiker gehört, während ihr Mann Massamba als „Edler“ über den Kasten steht. Im Film erzählen die beiden, wie es ihnen gelingt, die uralten Traditionen und Vorschriften ihrer Familien zu überwinden.
 
Photo: © A Loussouarn
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

   DIE PIROGE: BOOT DER HOFFNUNG

Baye Laye ist Kapitän eines Einbaumkanus, mit dem 30 Menschen aus dem Senegal in Richtung der Kanarischen Inseln aufbrechen. Sie alle haben große Pläne und wollen sich ihre Träume von einem besseren Leben auf dem europäischen Kontinent erfüllen. Doch nur wenige wissen, was sie auf dieser Schifffahrt erwartet. Der mehrfach ausgezeichnete Spielfilm des senegalesischen Regisseurs Moussa Touré zeigt in eindringlichen Bildern ein Thema von bedrückender Aktualität.

Photo: © Eric Néva/Les Chauves Souris/Astou

 

 

Photo: © Eric Néva/Les Chauves Souris/Astou

 

 


 

    DIE „HAUTE COUTURE“ IN DAKAR

Dakar, die Hauptstadt Senegals, hat sich in den letzten Jahren zur Modemetropole des afrikanischen Kontinents entwickelt. Hier strömen jedes Jahr Stylisten, Designer und Modebegeisterte zum „Salon International de la Représentation Africaine“, dem Treffpunkt der afrikanischen Haute Couture. ARTE hat zwei senegalesische Designerinnen getroffen und die Entstehung ihrer Kreationen vom Entwurf im Atelier bis zur Vorführung auf dem Laufsteg beobachtet.
 

   Mali Blues

Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Musikalisch ist es allerdings so reich wie kaum ein anderes Land und gilt als Wiege des Jazz und Blues. Doch dieses wertvolle Erbe ist in Gefahr: Die radikalen Islamisten im Norden des Landes verbieten Tanz und weltliche Musik. Der Film zeigt Musiker, die mit ihren Songs für Frieden und religiöse Freiheit in Mali kämpfen. Darunter Weltstar Fatoumata Diawara, der Tuareg Ahmed ag Kaedy sowie der Rapper Master Sumi, die in diesem Jahr zu Gast beim Africa Festival sind. Im Anschluss Diskussion mit dem Filmautor Lutz Gregor und Gästen.
 
Photo: © Konrad Waldmann
 
 
 
 
 
 
 
 

Photo: © Konrad Waldmann

 

 

Photo: © Konrad Waldmann

 

 


   Was du nicht siehst, St. Louis

Sophie Massieu reist mit ihrem Hund Pongo in die Stadt Saint-Louis im Senegal. Mit der französischen Journalistin entdecken die Zuschauer die Stadt auf besondere Weise, denn Sophie ist blind. Sie erkundet die Spuren der Kolonialzeit, begleitet einen Fischer auf seiner frühmorgendlichen Ausfahrt auf dem Fluss Senegal und trifft die Sänger und Musiker einer Griot-Familie.
 
Photo: © Upside Television
 
 
 
 
 
 
 
 

   Sarabah

Sister Fa hat durch ihre Rap-Musik weltweit Bekanntheit und Aufmerksamkeit erlangt und ist dieses Jahr zu Gast beim Africa Festival. Sie nutzt ihre Popularität, um mit ihrer Musik gegen die Genitalverstümmelung junger Frauen zu kämpfen, die sie als Kind selbst erleben musste. Der Film begleitet sie bei ihrer Rückkehr in ihr Heimatdorf im Senegal, wo sie ihr kritischstes Publikum mit dem Thema konfrontiert. Im Anschluss Diskussion mit Sister Fa.
 
Photo: © Michael Mann

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

   YOUSSOU N’DOUR: I BRING WHAT I LOVE

Er ist der Superstar der senegalesischen Musik und war schon mehrfach Gast auf dem Africa Festival. Ein Kamerateam begleitete Youssou N’Dour, der drei Jahre nach den Dreharbeiten zum Kultur- und Tourismusminister seines Landes ernannt wurde, auf seinen Konzerten und Reisen. Dabei entstand das fa-cettenreiche Portrait eines Musikers, der mit seiner unbändigen Freude an der Musik Millionen Menschen in seinen Bann zieht und dabei immer wieder auch zu gesellschaftlichen und politischen Themen Stellung bezieht.
 
Photo: © Groovy Griot

 

 


DONNERSTAG:

20:30 Uhr   -   Senegal: Liebe zwischen Kasten

Dokumentation von Anne Loussouarn, James de Caupenne und Antonella Bevenja, ARTE 2015, 26 Min

21:00 Uhr   -   Die Piroge: Boot der Hoffnung

Spielfilm von Moussa Touré, ARTE France 2012, 87 Min

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FREITAG:

20:30 Uhr   -   Die „Haute Couture“ in Dakar

Dokumentation von Michel Dumont und Eric Bergeron, ARTE 2009, 22 Min

21:00 Uhr   -   Mali Blues

Dokumentarfilm von Lutz Gregor, ARTE/ZDF 2016, 93 Min 
Im Anschluss Diskussion mit dem Filmautor und Gästen

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SAMSTAG:

20:30 Uhr   -   Was du nicht siehst: Senegal, St. Louis

Dokumentation von Yann L’Hénoret, ARTE France 2013, 26 Min

21:00 Uhr    -    Sarabah

Dokumentarfilm von Maria Luisa Gambale, Gloria Bremer und Steven Lawrence, Senegal 2011, 59 Min, Französisch mit englischen Untertiteln
Im Anschluss Diskussion mit Sister Fa

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SONNTAG:

20:30 Uhr   -   Youssou N’Dour: I bring what I love

Dokumentarfilm von Elisabeth Chai Vasarhelyi, 2008, 98 Min

 

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